Passerschluchtenweg

Zwischen den Ortschaften St. Leonhard und Moos im Passeiertal wurde 2015 ein spektakulärer Weg fertiggestellt, der entlang der Passer durch eine Schlucht führt.
Bisher war diese Schlucht nur schwer zugänglich, da an den steilen Felspassagen kein Weg gebaut werden konnte.
Durch ein äußerst ehrgeiziges Bauprojekt wurden an den unzugänglichen Stellen zahlreiche Brücken, Treppen und Balkone aus Stahl errichtet.

Auch bei schlechtem Wetter kann der Passerschluchtenweg problemlos bewältigt werden.
Man überquert mehrmals auf Gitterrosten die Passer, schaut dabei aus luftiger Höhe direkt von oben auf das tosende Wasser.

Wilde Passer

Ein Traumpfad für die ganze Familie!

 

Starten könnte man in St. Leonhard oder Moos.
Die Ortschaft Moos liegt ca. 1000 Meter ü.d.M. und etwa 350 m höher als St. Leonhard. Wenn man also lieber bergab gehen möchte, beginnt man in Moos.
Bei dieser Beschreibung wurde jedoch St. Leonhard als Startpunkt gewählt.
Man könnte auch ohne Probleme an einem Tag in und zurück wandern oder auch einen Rundweg über den Meraner Höhenweg machen.

Am Sportplatz von St. Leonhard befindet sich der Einstiegspunkt. Hier sind auch ausreichend Parkplätze vorhanden.

Sportplatz St. Leonhard

 

Zunächst wandert man auf einem Forstweg rechts der Passer, bevor es über eine Brücke auf die andere Seite geht.
Der Weg wird dann allmählich schmäler und zunehmend interessanter.

Nach einiger Zeit läuft man über die ersten Gitterroste.

Erste Gitterroste

 

Dann, kurz vor einem Gatter, besteht die Möglichkeit nach links zum Hinterbrugger Hof abzubiegen (ca. 10 Minuten moderat bergauf).

Hofschänke Hinterbrugg

 

Immer häufiger läuft man nun über Gitterrostpassagen.

Gitterrost

Diese Roste sind zwar sehr sicher, aber wegen dem Durchblick hinunter ins Wasser können Wanderer mit Schwindelangst Probleme bekommen.

Durchblick von oben zur Passer

Durch die Anbringung von beidseitigen Geländern ist jedoch keine Absturzgefahr vorhanden.

Beidseitige Geländer

 

Nach einiger Zeit geht man an einem alten Kraftwerk vorbei, das zur Besichtigung geöffnet ist.

Altes Kraftwerk

Danach kommt der anstrengenste Teil: man wandert in einigen Serpentinen bergauf.

Aufstieg über Serpentinen
Aber nach etwa 10 Minuten ist der anstrengende Teil auch schon vorbei.

 

Jetzt kommen auch Treppenpassagen aus Stahl ins Spiel.

Treppenpassage

 

Hin und wieder wandert man nun auch über Brücken.

Brückenpassage

Das imposante Bauwerk aus verzinktem Stahl und Edelstahl läßt das Herz jedes Stahlbauers höher schlagen.

Man wandert nun mal rechts, mal links an der Passer entlang.
Auf der rechten Seite der Passer kann man auch auf eine Aussichtsplattform mit einigen Infotafeln steigen.

Bild Infotafel

 

Zum Finale geht es einige Treppen hinab und hinauf bis schließlich eine Riesenbrücke auf den Wanderer wartet.

Mehrere Brücken

 

Am Ende wandert man auf der rechten Flußseite an der nun breiten und flachen Passer entlang hinauf nach Moos.

Bild von Moos

 

Zusammenfassung:

Weglänge (eine Richtung): 6,5 km
Gehzeit (eine Richtung, ohne Einkehr): ca. 2 Std.
Höhendifferenz: ca. 350 m (St. Leonhard: 650 m.ü.d.M., Moos: 1000 m.ü.d.M.)
Einstieg: Sportplatz St. Leonhard oder Sportplatz Moos (jeweils unterhalb des Dorfes)
Busverbindung: St. Leonhard <-> Moos (Linie 241)
Parkmöglichkeit: Sportplatz St. Leonhard, Ortsmitte Moos
Eröffnung: Juni 2015

Karte: