Ausrüstung für eine mehrtägige Wanderung

Die nachfolgende Ausrüstungsempfehlung richtet sich an Wanderer, die mehrere Tage im Flachland oder Mittelgebirge wandern möchten.

Allgemeine Tipps zum Rucksack packen findet Ihr hier.
 

Checkliste

 

Rucksack

Je nach Dauer einer Wanderung mit Übernachtung(en) muss natürlich genügend Kleidung zum wechseln mitgenommen werden. Daher wird ein Rucksack mit mind. 35 Liter Fassungsvermögen empfohlen. Große Seitenfächer eignen sich sehr gut für Dinge die griffbereit sein sollten (z.B. Getränkeflaschen, Müsliriegel usw.). Weitere Taschen, wie Fronttaschen und Deckeltaschen sind sehr empfehlenswert, da Gegenstände schneller greifbar sind und eine „bessere Ordnung“ erreicht wird. Im großen Mittelteil sollte Kleidung verstaut werden können. Um zu gewährleisten, dass die Kleidung bei stärkerem Regen trocken bleibt, empfiehlt es sich die Kleidungsstücke in Plastiktüten zu verstauen. Für den Tragekomfort ist es wichtig, dass der Rucksack so konstruiert ist, dass zwischen Rucksack und Rücken des Wanderers eine Luftzirkulation stattfinden kann. Zwingend notwendig ist ein Hüftriemen, um den Großteil des Rucksackgewichtes mit dem Hüftknochen abzufangen. Der Hüftriemen soll daher auch möglichst fest gezurrt werden. Empfehlenswert ist auch ein Brustriemen, um den Rucksack seitlich zu stabilisieren. Der Schwerpunkt des Rucksacks muss über dem eigenen Körperschwerpunkt möglichst dicht am Körper liegen. Schwere Ausrüstungsgegenstände daher nahe an den Rücken und relativ weit nach oben in den Bereich zwischen Schultern und mittlerem Rücken stecken. Dadurch zieht der Rucksack nicht nach hinten.

Tipps:

 

Schuhe

Wichtig bei der Auswahl der Schuhe ist die Passform, eine rutschfeste Sohle und die Wasserdichtigkeit (wird durch eine entsprechende Membrane erreicht, z.B. aus GoreTex-Material). Wenn durch unebenes Gelände gewandert wird (wovon oft auszugehen ist), sind Wanderschuhe der Klasse B oder A/B zu empfehlen.

Tipps:

 

Hose

Hierbei sollte man auf Materialien achten, die schnelltrocknend sind. Eine gewisse Bewegungsfreiheit sollte ebenfalls gewährleistet sein. Die Möglichkeit, die Hosen zu verkürzen, ohne die Schuhe ausziehen zu müssen, wäre ein zusätzlicher Vorteil. Praktisch ist ein großes Seitenfach (z.B. für eine Wanderkarte zu verstauen).

Tipps:

 

Jacke

Es wird eine flexible Jacke empfohlen, die zum einen wind- und regenfest ist und zum anderen die Feuchtigkeit wieder nach außen transportiert. Die Jacke sollte möglichst leicht sein. Bei niedrigeren Temperaturen keine dickere Jacke, sondern zusätzliche bzw. andere Schichten unter der Jacke verwenden!

Tipps:

 

Funktionsshirt

Grundsätzlich gilt, dass man beim Wandern kein Kleidungsstück aus Baumwolle anziehen sollte!

Man sollte darauf achten, dass man ein Funktionsshirt aus atmungsaktivem Material anzieht. Am Oberkörper schwitzt man beim Wandern besonders viel und ein Shirt aus Baumwolle saugt sich mit Feuchtigkeit voll und klebt am Oberkörper. Shirts aus Baumwolle saugen sich bis zu 20mal mehr mit Schweiß voll, als ein atmungsaktives Funktionsshirt.

Tipps:

Wechselshirt

Als Wechselshirt sollte ein zweites Funktionsshirt aus atmungsaktivem Material im Rucksack mitgeführt werden. Wenn möglich sollte bei Pausen das nasse Shirt zum Trocknen aufgehängt werden. Beim Wandern können nasse Kleidungsstücke in einer separaten Plastiktüte im Rucksack verstaut werden.

Unterwäsche

Für die Unterwäsche gilt das gleiche wie für Shirts: atmungsaktiv, keine Baumwolle!

Fleece-Pullover

Für Pausen oder Aufenthalte in Gaststätten wird oft ein Fleece-Pullover verwendet. Hierbei ist zu beachten, dass vorher das nasse Shirt gewechselt werden sollte. Bei besonders kalten Temperaturen kann auch der Fleece-Pullover kurzzeitig beim Wandern unter der Jacke angezogen werden. Sobald man jedoch das Gefühl hat, die Kleidung ist zu warm, sofort den Fleece-Pullover ausziehen und im Rucksack verstauen.

Tipps:

Socken

Spezielle Wandersocken können den Gehkomfort steigern. Mit Aufplüschungen an Ferse und Ballen dämpfen sie die Unebenheiten des Wegs. Am wichtigsten ist schnelltrocknendes Material und ein faltenfreier Sitz der Socken.

 

Kopfbedeckung

Bei längerem Sonnenschein sollte besonders in baumfreien Gebieten mit Kopfbedeckung gewandert werden.

 

Handschuhe

Je nach Temperatur sind Handschuhe bei Wanderungen sinnvoll.

Sonnenbrille

Wie bei der Kopfbedeckung sollte bei längerem Sonnenschein mit Sonnenbrille gewandert werden. Bei der Auswahl der Brille ist auf ausreichend UV-Schutz zu achten.

 

Sonnencreme

Bei Sonnenschein sollte eine Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktur mitgenommen werden (LSF je nach Hauttyp).

Trinkflasche

Hierbei empfehlen sich Behälter, die die Temperatur der Trinkflüssigkeit möglichst lange halten. Wasser oder Tee wird als Trinkflüssigkeit empfohlen. Pro Tag sollte mindestens 1 Liter mitgeführt werden.

Tipps:

Karte

Die passende Wanderkarte findet Ihr natürlich bei wanderfans.de auf den einzelnen Wandergebiets-Seiten.

Blasenpflaster

Reibereien im Schuh können bei einer Wanderung zum großen Problem werden. Mit speziellen Blasenpflastern kann i.d.R. sofort Abhilfe geschaffen werden.

Tipp:

Handy

Mittlerweile ist ein Handy bei Wanderungen ein Muss. Zumindest sollte ein Wanderer einer Gruppe ein Handy dabei haben.

Erste-Hilfe-Set

Ob eine Schürf- oder Platzwunde, eine fest gebissene Zecke am Körper oder ein Unfall: ein Erste-Hilfe-Set sollte griffbereit sein. Zumindest ein Wanderer einer Gruppe sollte ein Set mitführen. Folgendes sollte im Set enthalten sein:

  • Pflaster in verschiedenen Größen
  • Wundreinigungstücher
  • Sterile Wundauflagen
  • Kompressen
  • Mullbinden
  • eine Rolle Tape
  • Schere
  • Einmalhandschuhe
  • Rettungsdecke
  • Zeckenpinzette

Tipps:

Proviant

Je nach Planung der Tour (mit oder ohne Einkehrmöglichkeit) sollte Proviant nach eigenem Ermessen mitgenommen werden.

Fotoapparat

Ein Fotoapparat muss natürlich bei jeder Wanderung dabei sein! Am besten den Apparat in eine stabile Aufbewahrungstasche stecken und am Gürtel der Hose griffbereit befestigen.

 

Reservewäsche

Damit man auch nach mehreren Tagen mit Regen noch auf  trockene Kleidung zurückgreifen kann, empfiehlt es sich Reservewäsche in Plastiktüten im großen Innenteil des Rucksacks zu mitzunehmen.

 

Hüttenschlafsack

In den meisten Hütten liegen warme Decken bereit. Alternativ zu einem Hüttenschlafsack eignet sich daher auch ein leichter Trainingsanzug, den man zum Schlafen benutzen kann. Großer Vorteil dabei ist, dass der Trainingsanzug während der gesamten Aufenthaltsdauer auf der Hütte (beim Essen, beim Schlafen, beim Gang auf die Toilette usw.) benutzt werden kann. Lästiges Umziehen entfällt.

Tipp:

 

Hüttenschuhe

Bei Ankunft auf der Hütte werden zweckmäßiger Weise die Wanderschuhe in einem Trockenraum abgestellt und gegen Hüttenschuhe ausgetauscht. Als Hüttenschuhe eignen sich „Badelatschen“ am besten.

 

Toilettenartikel

Je nach Planung der Tour sollten natürlich Toilettenartikel je nach persönlichem Bedarf mitgenommen werden.

Taschenlampe

Auf den meisten Hütten wird nachts Strom gespart, so dass nur eine Notbeleuchtung zur Verfügung steht. Daher am besten eine Taschenlampe mitnehmen.